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Latzel – Kotsch / ERB- Frankfurt

Gründliche Mißinterpretation

Zwei Pastoren der ERB- Frankfurt haben sich zum Ziel gesetzt, mich in der Öffentlichkeit schlecht zu machen. Im persönlichen Gespräch haben mir die beiden Pastoren auch schon mitgeteilt, dass sie viele weitere Zitate von mir gesammelt haben, die sie zukünftig in weiteren negativen Beiträgen veröffentlichen würden. Diese Beiträge würden mir und meiner Glaubwürdigkeit schaden. Ihrer Überzeugung nach aber müsse das sein. Ganz offen sagten sie mir in diesem Zusammenhang auch, dass ich in ihren Augen nicht einmal ein gläubiger Christ sei. Wolfgang Nestvogel stünde hinter ihren Einschätzungen.

Mein wiederholter Hinweis, wie ich zu Olaf Latzel und der Homosexualität stehe, wurde von ihnen pauschal zurückgewiesen. Sie halten ihre Interpretation einzelner meiner Sätze und Worte für richtiger, als meine eigenen Aussagen. Das allerdings ist mehr als seltsam.

Leider wollen die beiden Pastoren auch zukünftig ihren Kampf gegen mich weiterführen, so zumindest habe sie es angekündigt. Da solche Auseinandersetzungen zumeist nicht wirklich weiterführen, werde ich zu zukünftigen ihrer Anklagen, die nach derselben Strategie aufgebaut sind, nicht mehr Stellung beziehen.

Es ist tatsächlich erschreckend, wie in fast jeder von den beiden Pastoren gegen mich erhobenen Anklagen, meine eigenen Worte zwar eingespielt, dann aber vollkommen uminterpretiert werden, um sie anschließend besser ablehnen zu können. Oft kam bei dieser unredlichen Argumentationsweise etwas vollkommen anderes heraus, als ich hier und in vielen anderen Vorträgen deutlich gesagt habe.

Der Beitrag der beiden Pastoren dient eben nicht wirklich dem Zweck der Information. Von Anfang an geht es nur darum, mich und mein Engagement in einem denkbar schlechten Licht darzustellen. Wer dann die Interpretationen der beiden Pastoren mit meinen eigentlichen Aussagen verwechselt, der muss hinterher tatsächlich einen vollkommen falschen Eindruck über meine Meinung zu Homosexualität und zu Olaf Latzel bekommen.

In ihrem Beitrag über meine vorgebliche Meinung zur Homosexualität und zu Olaf Latzel benutzen die beiden Pastoren dieselbe Argumentationstechnik, wie auch die Kritiker Olaf Latzels. Einzelne Sätze oder auch nur Worte werden aus ihrem Zusammenhang gerissen. Dann wird darüber spekuliert, was ich mit diesem Wort wohl gemeint haben könnte. Um das zu erfahren fragen die beiden Pastoren aber nicht etwa bei mir nach. Stattdessen stellen sie Vermutungen an, was ich damit wohl gemeint haben könnte und präsentieren das dann als Tatsache. Wenig erstaunlich fällt ihre Deutung meiner Worte aber immer negativ aus. Von den beiden Pastoren werden auch nicht mehrere Möglichkeiten aufgezeigt, wie meine Worte verstanden werden können. Wobei es durchaus deutlich naheliegendere, andere Möglichkeiten gibt, meine Worte zu verstehen, beispielsweise die meiner zahlreichen schriftlichen und mündlichen Stellungnahmen zum Thema.

In ihrem kritischen Beitrag über mich bezeichnen die beiden Pastoren andere Christen als „Brüder“. Von mir hingegen sprechen sie immer nur als „Herr Kotsch“. Darauf angesprochen äußerten die beiden Pastoren, sie könnten ja nicht sicher sein, ob ich überhaupt gläubiger Christ sei. Zwischenzeitlich aber seien  sie überzeugt davon, dass ich kein gläubiger Christ bin. Daran ändere auch weder mein Bekenntnis zu Jesu, der Bibel oder Gott etwas. Es ist mehr als erstaunlich, mit welcher Selbstsicherheit die beiden Pastoren als Richter über Christsein oder Nicht- Christsein auftreten.

Das Fatale an diesem und auch anderen Beiträgen der beiden Pastoren der ERB ist ihre ruhige Stimme und das Einspielen einzelner, meist sehr kurzer Zitate. Das soll den Eindruck der Sachlichkeit und Objektivität wecken. Manche aufmerksame Zuhörer sind dann aber erstaunt, zu welchen immer negativen Schlussfolgerungen die Pastoren in ihren Überlegungen dann kommen. Diese Methode, einzelne Worte oder Sätze aus ihrem gesamten Zusammenhang zu lösen, um sie dann neu, in einem kritischen Sinn zu interpretieren, ist typisch für viele Ideologen dieser Welt, unter anderem auch von den kirchlichen und politischen Gegnern Olaf Latzels.

Um die nur scheinbar sachliche, in Wirklichkeit aber sehr manipulative Argumentationsweise der beiden Pastoren deutlich zu machen, nenne ich im Folgenden einige konkrete Beispiele aus ihrem gegen mich gerichteten Podcast.

Vorwurf: Michael Kotschs Einstellung zu Homosexualität hat sich verändert, weil er nicht in jeder entsprechenden Diskussion darauf hinweist, dass Homosexualität Sünde ist.

Wenn ich über 20 Jahre hinweg immer die biblischen Aussagen zu Sexualität und Homosexualität verteidige und vertrete, ist es unzulässig plötzlich öffentlich zu behaupten, ich hätte meine Meinung verändert. Im persönlichen Gespräch mit den beiden Pastoren habe ich sie mehrfach darauf hingewiesen, dass sich an meiner Einstellung zu Homosexualität nichts geändert hat. Trotzdem äußerten sie, meine Worte seien ihnen gleichgültig, sie blieben bei ihrer Interpretation meiner Meinung.

Vorwurf: Michael Kotschs Einschätzung der öffentlichen Diskussion über Homosexualität ist falsch, weil es sich hier um ein sehr zentrales Themen gegenwärtiger ethischer Diskussion handelt.

Fakt ist aber doch, dass die großen gesellschaftlichen Diskussionen um Homosexualität in Westeuropa schon einige Jahre vorbei sind. Gesetze geben homosexuellen Menschen fast dieselben Rechte, wie allen anderen auch. Keine größere Partei und kein wichtiger Politiker treten mit kritischen Aussagen zur Homosexualität an die Öffentlichkeit, schon gar nicht mit Forderungen nach einem Verbot von Homosexualität. Die Mehrzahl der Kirchen hat ihre Einstellung über Homosexualität ebenso verändert, wie Gewerkschaften, Vereine oder andere gesellschaftliche Gruppen. Tatsächlich sind in der öffentlichen Diskussion in Deutschland nur noch ein paar einzelne, konservative Christen, die Homosexualität kritisch beurteilen, wie beispielsweise ich. Hier auch weiterhin für eine biblische Sicht von Sexualität einzustehen ist durchaus sinnvoll. In der breiten Gesellschaft aber spielt das momentan keine entscheidende Rolle mehr. Sexualethische Diskussionen, die gesellschaftlich noch in Bewegung sind, beziehen sich heute vor allem auf Fragen von Gender, Transsexualität und Intersexualität.

Vorwurf: Michael Kotschs vorsichtige Art über Homosexualität zu sprechen, ist nachgewiesenermaßen nicht erfolgreich, also falsch. Als Beleg dafür dient ein von ihm genanntes Fernseh- Interviewe, bei dem Journalisten ihm schlussendlich Aussagen in den Mund legen, die er nicht gesagt hatte.

Zum einen gibt es in dieser Argumentation der beiden Pastoren ein grundsätzliches Problem: Sie gehen offensichtlich davon aus, dass eine inhaltlich richtige Argumentation immer zum Erfolg führt. Zahlreiche Beispiele von Jesus oder Paulus aber zeigen den Irrtum dieser Annahme. Obwohl Jesus das richtige sagte und das auch auf die richtige Art, missinterpretierten viele Zuhörer seine Darstellungen und wandten sich sogar regelmäßig gegen ihn. Auch wenn man sensibel und angemessen über Homosexualität spricht, können einem die Worte im Mund natürlich herumgedreht werden. Nur allein das ist meine Behauptung. Außerdem ist die Aussage der beiden Pastoren falsch, weil ich im Zusammenhang mit dem Verbot der Konversionstherapie fünf Interviews mit überregionalen Sender hatte. Vier davon liefen gut, sodass sich später sogar Hörer / Zuschauer meldeten, weil sie meine Argumentation überzeugender fanden als die der Journalisten. Glücklicherweise nur einmal wurden meine Aussagen gründlich verfälscht.

Vorwurf: In dem von Michael Kotsch zitierten Fernseh- Interviewe hat er sich geweigert, Homosexualität als ethisch falsch zu bezeichnen. Obwohl er das nicht gesagt hat, haben ihm die Journalisten später genau das in den Mund gelegt.

Es wundert mich, dass die beiden Pastoren das so genau zu wissen meinen, obwohl ich zu den genauen Unterstellungen in meinem Beitrag kein Wort gesagt hatte. In Wirklichkeit unterstellten mir die Journalisten nämlich nicht, ich betrachte Homosexualität als ethisch falsch, sondern ich betrachte Homosexualität als Krankheit, die man heilen könne. Das aber ist offensichtlich falsch.

Vorwurf: Michael Kotschs Aufruf zu einem sensiblen Umgang mit dem Thema Homosexualität in der Öffentlichkeit ist eine versteckt liberale Position. Er scheut sich, deutlich zu biblischen Wahrheiten zu stehen.

Einerseits ist dieser Vorwurf sehr seltsam, weil ich in den vergangenen Jahren bei allen öffentlichen Diskussionen um Homosexualität ziemlich klar für die Gültigkeit der biblischen Ethik gesprochen habe. Allein in den letzten Jahre galt dass beispielsweise für die kritische öffentliche Stellungnahmen zu Äußerungen des damaligen Allianz- Vorsitzenden Michael Diener bezüglich einer teilweisen Anerkennung der Homosexualität. Von Anfang an engagierte ich mich in der Initiative „Bibel und Bekenntnis“ von Ulrich Parzany, für eine biblische Sicht der Sexualethik. Zu der Uminterpretation biblischer Aussagen zur Homosexualität durch den „Worthaus“- Sprecher Siegfried Zimmer veröffentlichte ich eine ausführliche, kritische Stellungnahme. In der Diskussion um die konservative Nashville- Erklärung sprach ich mich für die darin vertretene biblische Sexualethik aus. In einer größeren Öffentlichkeit engagierte ich mich gegen das politische Verbot der Konversionstherapien.

Ein sensibler und an der jeweiligen Situation orientierter Umgang mit jedem wichtigen Thema ist vollkommen im Einklang mit der Bibel. Die Ausführungen und Argumentationen von Paulus unterscheiden sich deutlich, wenn er zu Gläubigen spricht oder zu Ungläubigen, zu Christen aus jüdischem Hintergrund oder zu Christen aus heidnischem Hintergrund. Das hat nichts mit einem Verschweigenwollen biblischer Aussagen zu tun oder mit einem Schämen für das Evangelium. Auch über Homosexualität muss man anders sprechen vor Gläubigen oder vor Ungläubigen, vor Politikern, Ärzten oder in der persönlichen Seelsorge. Politiker interessierten sich in erster Linie für politische Gründe, Juristen für juristische, Ärzte für medizinische Aspekte. Wenn ich dann fordere, dass man im Gespräch mit Journalisten anders über Homosexualität sprechen muss, als in der Gemeinde ist das vollkommen sachgerecht und auch biblisch. Es wäre doch auch unsinnig einem christlichen Juristen zu unterstellen, er wolle die biblische Wahrheit verschweigen, weil er sich in einem Prozess wegen Diebstahl nicht auf Bibelverse beruft, sondern auf Gesetzesparagraphen oder wenn ein Evolutionskritiker wie Werner Gitt naturwissenschaftlich Argumente nennt und nicht nur Bibelverse.

Vorwurf: Mit dem Hinweis auf die aktuelle Gesetzeslage droht Michael Kotsch Olaf Latzel.

Wenn ich jemanden, der zu schnell fährt darauf aufmerksam mache, er könne dafür juristisch belangt werden, betrachte ich das als gut gemeinten Hinweis nicht als Drohung. Ebenso, wenn ich einem Christen sage, dass er juristisch belangt werden kann, wenn er sich in der breiten Öffentlichkeit pauschal negativ über Homosexuelle äußert. Die beiden Pastoren aber interpretieren in diesen Hinweis auf die aktuelle Gesetzeslage eine persönliche Drohung.

Vorwurf: Michael Kotsch fordert Olaf Latzel auf, seine Gemeinde im Stich zu lassen. In der Bibel aber lässt der treue Hirte seine Herde nicht einfach alleine; schon gar nicht wenn sie in Gefahr ist.

Zum einen wird hier also behauptet, jeder Pastor, der in eine andere Gemeinde geht, sei ein „untreuer Hirte“. Da ist natürlich unzulässig pauschalisierend, weil es für einen Pastor viele gute Gründe gibt, seinen Dienst für Gott in einer anderen Gemeinde fortzusetzen. Dann wird übersehen, dass Paulus mehrfach Gemeinden verlassen hat, wenn er persönlich bedroht wurde (z.B. Thessalonisch Apg 17, 10; Beröa Apg 17, 14). In manchen Gemeinden arbeite Paulus jahrelang mit und verließ sie dann; manchmal auch weil die Gefahr für ihn zu groß geworden war. Die Gemieden sind deshalb nicht untergegangen, weil sie natürlich weiter unter der Leitung Gotte standen. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass primär Jesus der „gute Hirte“ ist, der für das Wohl seiner Gemeinde sorgt. Er wird sich auch um eine Gemeinde kümmern, wenn der Pastor stirbt, wegzieht, wegen Verfolgung ins Gefängnis kommt oder sich zukünftig um eine andere Gemeinde kümmert. Glücklicherweise ist das Wohl einer Gemeinde primär nicht davon abhängig, wie lange ein Pastor dort seinen Dienst tut.

Mir geht es hier nicht darum, jede einzelne der Behauptungen der beiden Pastoren aufzugreifen und zu widerlegen. Vor allem geht es mir darum, kritischen Christen zu helfen die trügerische Argumentationsweise der beiden Pastoren zu durchschauen, mit der sie einzelne meiner Worte und Sätze isolieren, vollkommen neue Zusammenhänge ehrstellen und sie dann in einer klar verfälschenden Weise interpretieren. Hier bedienen sie sich leider derselben Strategie, die alle Gegner der Christen benutzen, unter anderem auch die ideologischen Kritiker Olaf Latzels.

Die Argumentation der beiden Pastoren, ich hätte meine Meinung über Homosexualität bestimmt grundlegend verändert, weil ich in den vergangenen Monaten keinen deutlichen moralischen Protest gegen Homosexualität veröffentlicht habe, klingt in meinen Ohren ziemlich unglaubwürdig. Wenn ich meine Einstellung zu Homosexualität über 20 Jahre hinweg immer wieder ausführlich dargelegt habe, ist es doch weit ehrlicher, einfach davon auszugehen, dass ich diese Einstellung noch immer habe; vor allem weil ich nirgends etwas anderes äußere.

Ich hoffe für alle kritischen Hörer das typische Argumentationsmuster jener beiden Pastoren deutlich genug dargestellt zu haben. Ich habe allerdings nicht vor, mich künftig bei jedem ihrer angekündigten medialen Angriffe gegen mich erneut zu Wort zu melden.

Die beiden Pastoren kämpfen mit zweifelhaften Mitteln um eine Radikalisierung der Ablehnung von Homosexualität. Leider entsteht dabei eine traurige Einseitigkeit. Andere Sünden, von denen das Neue Testament deutlich häufiger spricht, treten hier unverantwortlich in den Hintergrund. Dabei kommen andere Sünden im Leben der Zuhörer dieser beiden Pastoren, wie auch in ihrem eigenen Leben, wahrscheinlich deutlich häufiger vor. Von der Liebe zu Homosexuellen ist in den Aussagen dieser beiden Pastoren auch viel zu wenig zu spüren. Dabei sehnt sich Gott doch gerade zu den verirrten Schafen.

Ich hoffe, dass andere Bereiche der geistlichen Arbeit dieser beiden Pastoren von Gott zum Segen für viele Christen gebraucht wird; auch wenn sie mich aufgrund abweichender Meinungen zu Corona, zum Calvinismus und zum öffentlichen Reden über Homosexualität für keinen geistlichen Bruder halten.

(von Michael Kotsch)

2 Antworten auf „Latzel – Kotsch / ERB- Frankfurt“

Wegen der sündhaften Menschfurcht ist unser Herz geteilt. Allein in der reinen und reinigenden Gottesfurcht schafft unser Heiland seinen Frieden unter allen die erneuerlich umkehren zur ersten Liebe und untereinander Busse tun. Ernstliches Beten und Fasten ist für mich und daran beteiligen Glaubensgeschwister angesagt. Unser Herr ist treu auch wenn wir noch untreu bleiben. Leider ist es so bis er kommt! Martin

Ja, es ist zweifellos wichtig in Liebe und geistlichem Frieden als Christen miteinander umzugehen. Michael

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