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Christen sind Grün

Eigentlich können sich Christen über die Grünen freuen. Diese Partei kümmert sich um die Interessen von Menschen die am Rande der Gesellschaft stehen. Sie fordert einen deutlichen sozialen Ausgleich. Sie hat immer wieder originelle, neue Ideen für die Lösung aktueller Probleme. Vor allem natürlich haben sich die Grünen, wie keine andere der großen Parteien dem Schutz der Natur verschrieben. Das ist ganz im Interesse von bibelorientierten Christen. Tatsächlich kann man ja nicht einfach zuschauen, wie einige Wenige durch ihre hemmungslose Ausbeutung und Zerstörung der Schöpfung zu Multimillionären werden, während viele andere unter diesen Aktionen leiden. Aus Gottes Perspektive ist es durchaus angeraten, sorgsam mit den Ressourcen der Schöpfung umzugehen. Immerhin ist die Natur für den Menschen lediglich eine liebevolle Leihgabe. Er darf sie in eigenem Interesse benutzen, nicht aber willkürlich ausbeuten oder gar zerstören.

Bei den politisch Grünen wird der Schutz der Natur zumeist aber nicht mit dem Gedanken an Gott verbunden. Man möchte eher selbst bestimmen, wie die Welt gestaltet und gerettet werden soll. Eigentlich geht es auch nicht nur um einzelne Initiativen zur Beseitigung von konkreten Missständen, sondern um die Umsetzung eines ganzen gesellschaftlichen Programms, das zukünftig selbst eine übergeordnete, religiöse Stellung einnehmen soll. Neben dem Schutz der Natur geht es Grünen um die Abschaffung einer lange Zeit prägenden, christlichen Ethik, um die Beseitigung treuer, dauerhafter Beziehungen zwischen Mann und Frau als Leitlinie, um die Einschränkung individueller Freiheit, um die Reduzierung der Mobilität, um die stärkere staatliche Regelung der Industrie, um vegetarische Ernährung, um die Förderung von Esoterik usw. Bei einer künftigen Regierungsbeteiligung wollen die Grünen neben den schon weitgehend etablierten Gesinnung- Wächtern einer Gender- Umerziehung, ein neues Klima- Ministerium etablieren, dass dem Rest der Politik dann verpflichtende Vorgaben für ihre Entscheidungen machen darf. Mit der absoluten Priorität vorgeblicher „Geschlechtergerechtigkeit“ und eines unhinterfragbaren „Klimaschutzes“ sollen die eigenen gesellschaftlichen Reformprogramme gegen alle Andersdenkenden durchgesetzt werden. Diese Art von „grün“ ist eher nicht typisch für Menschen, die auf Gott vertrauen und auf seine vielfach bewährten Maßstäbe fürs Leben.

Im Deutschen wird das Wort „grün“ durchaus zwiespältig gebraucht. Manche sind „grün vor Neid“. Diese Redensart geht darauf zurück, dass einige Menschen bei sehr starken Gefühlsregungen einen Gallenstau bekommen können, der wiederum zu einer grünlichen Verfärbung der Haut führt. Hier ist „grün“ eindeutig negativ. Starker Neid verdrängt jedes Empfinden für das eigene Glück und zerstört die Beziehung zu anderen Menschen. – Wer „noch grün hinter den Ohren ist“ oder als „Grünschnabel“ bezeichnet wird, der bildet sich gewöhnlich ein, mehr Ahnung von einer Sache zu haben als es der Realität entspricht. Er muss eher als Anfänger betrachtet werden, der noch nicht genau durchblickt. Er weigert sich aber seinen begrenzten Blickwinken einzugestehen. Das scheint auch nicht eben gerade erstrebenswert. Allerdings müssen Christen zugeben, dass sie in ihrer Erkenntnis Gottes und der Umsetzung eines wirklich gottgemäßen Lebens wohl immer „Grünschnäbel“ bleiben. Ganz gleich, wie lange Christen auch studieren und üben, der Abstand zu Gottes Ideal wird zwar geringer, bleibt schlussendlich aber riesengroß. Menschen können eben nicht Gott werden.

„Grün“ wird auch als Farbe der Ruhe, der Heilung und der Gelassenheit betrachtet. Alles Eigenschaften, die sich im „Grün“ der von Gott entworfenen Natur widerspiegeln. Deshalb fühlen sich viele Menschen im Wald oder mit grünen Pflanzen im Garten deutlich entspannter als mit Asphalt und Beton vor dem Fenster.

„Grün ist die Hoffnung“, heißt es gelegentlich. In der Farbensymbolik ist grün gewöhnlich ein Hinweis auf Hoffnung. Auch das lässt sich wahrscheinlich von der Farbe der üppig wuchernden Pflanzen ableiten. Braunes Geäst, grauer Himmel und kahle Felsen können durchaus auch beeindrucken. Trotzdem stehen sie eher für Leblosigkeit. Grüne Pflanzen hingegen zeigen Wachstum und verweisen auf eine lebendige Zukunft. Dadurch können sie beim Beobachter einen Eindruck von Hoffnung wecken. Hoffnung und Zukunft wiederum sind eigentlich Spezialbereiche von Christen, die wirkliche auf Gott vertrauen. Ganz gleich wie unangenehm eine Situation auch ist, sie wissen von einem Gott der noch darüber steht und jederzeit die nötige Kraft und Perspektive geben will.

Da wo in den Medien jedes Jahr ein neuer Weltuntergang ausgerufen wird, wo eine wirtschaftliche Krise die andere jagt und politische Machos sich rücksichtslos auf Kosten anderer durchsetzen, da lassen sich Christen nur kurzfristig frustrieren. Stattdessen schauen sie auf das Reich Gottes. Da wo Gott das Leben eines Menschen verändert, entstehen Hoffnung und Liebe, die die Welt ein bisschen zum Positiven verändern. Für die weitere Zukunft hat Gott sein universales Reich angekündigt, in dem alle Ungerechtigkeit und alles Leiden endgültig vorüber seien werden. Christen haben auch einen Grund für Hoffnung, die den Tod überdauert, weil sie von einer ewigen Seele wissen, die nach dem Tod des Körpers zu Gott gehen wird. In dieser Hinsicht sind Christen wirklich grün; grüner noch als politische Grüne, die ihre Weltanschauung vor allem durch das ständige Verbreiten neuer Ängste durchzusetzen versuchen: Ängste vor Ungerechtigkeit, Umweltgiften, konservativem Denken und dem vorgeblich sicheren, ökologischen Weltuntergang.

In der Bibel übrigens werden Menschen, die sich ernsthaft an Gott orientieren, mit einem frischen, grünen Baum verglichen, der seine Kraft aus dem Wasser des nahen Flusses zieht. „Wer auf Gott vertraut ist wie ein Baum, der am Wasser steht und seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Er hat nichts zu fürchten, wenn die Hitze kommt. Seine Blätter bleiben grün und frisch. Er hat keine Angst vor der Dürre. Er trägt immer seine Frucht.“ (Jer 17, 8; vgl. Ps 1, 3). Wer sich ganz auf Gott einlässt, der hat auch in schwierigen Lebenslagen noch Hoffnung und eine Perspektive für die Zukunft. Diese Hoffnung kommt nicht aus eigener Anstrengung, sondern aus der Verbundenheit mit seinem Schöpfer und den Worten, die dieser in der Bibel an ihn richtet. Gottes Worte können aufbauend, erfrischen und orientierungsgebend sein, wie Wasser in der Wüste oder ein liebender Mensch in der Einsamkeit. Man muss nur offen dafür sein.

(von Michael Kotsch)

Eine Antwort auf „Christen sind Grün“

Eigentlich ist die Hauptthese der Grünen mit der immer noch nicht wirklich belegten Umwelterwärmung und ihren angeblich katastrophalen Folgen, die auf das anthropogene CO2 zurück geführt werden, die aller größte Verschwörungstheorie aller Zeiten. Die Größe ist vergleichbar mit der weltweiten Denk-Verirrung wie die Urknall-u. Evolutionstheorie.
Dass unter diesen Irrungen die Menschheit vor Angst vergehen wird und muss, das deutet die Bibel in der Offenbarung sehr klar an.
Da sind die Christen mit ihrer Zukunftshoffnung die einzigen, die diesem Irrtum etwas entgegen zu setzen haben, woran sie auch erkennbar sein werden, weil sie sich durch diese Irrungen nicht verrückt machen lassen.

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